Kinder-Hospiz-Dienst (KHD)  
Seit 2003 gibt es in Erlangen einen ambulanten Kinder-Hospiz-Dienst (KHD). Er ist eine Kooperation des Hospiz Verein Erlangen e.V. und der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universität Erlangen. Der Kinder-Hospiz-Dienst hat sich die ambulante Begleitung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher und die Beratung und Begleitung ihrer Familien zur Aufgabe gemacht.

Die Lebensumstände einer Familie, die ein schwerkrankes Kind versorgt, sind extrem schwierig. Die Konfrontation mit der Krankheit und dem Tod kann alle Strukturen der Familie verändern.
Ängste und Konflikte brechen auf, wichtige Entscheidungen stehen an und
organisatorische Probleme sind zu bewältigen.
Emotionale Angespanntheit prägt die Situation.


Ein Kreis von Frauen und Männern, denen die Situation sterbender Kinder und und ihrer Familien vertraut ist, möchte Betroffenen helfen.

Vor allem soll den schwerst erkrankten Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, ihr Leben bis zuletzt als lebenswert zu empfinden. Dazu gehört - soweit als möglich - Schmerzfreiheit für den jungen Menschen und der vertraute Umgang mit Familie, Freunden und Helfern.
Eltern, Geschwisterkinder und Nahestehende werden in die Begleitung mit einbezogen und psychologisch und seelsorgerlich begleitet.
Hospizarbeit mit Kindern und Jugendlichen bedeutet ein zugewandtes, achtungsvolles und ganzheitliches Begleiten in der letzten Zeit ihres Lebens.
Es soll weder verkürzt noch künstlich verlängert werden.
Die Hospizhelfer respektieren die Unabhängigkeit der Familie. Sozialpädagogen unterstützen die Familie durch Beratung in psychosozialen und sozialrechtlichen Fragen.

Die Würde des Kindes achten, heißt,
es zu jeder Zeit
als Person ernst zu nehmen.

Diese Haltung erfordert von den Hospizhelfern Wahrhaftigkeit im Umgang mit dem Kind und seinen Angehörigen.

Hospizarbeit öffnet Raum für Trauer und Schmerz.
Auch nach dem Tod eines Kindes können seine Familienangehörigen sich vertrauensvoll an den Kinder-Hospiz-Dienst wenden und seine Hilfe in Anspruch nehmen. Menschen mit Erfahrung in der Begleitung Trauernder sprechen mit den verwaisten Eltern, Geschwistern und Angehörigen, um ihnen über diese schwere Zeit hinwegzuhelfen.
Wer den Kinder-Hospiz-Dienst unterstützt, tut etwas für schwerstkranke Kinder und Jugendliche. Die Leistungen des Kinder Hospiz Dienstes sind für die Familie nicht mit Kosten verbunden.
Angebote des Kinder-Hospiz-Dienstes:
Eine ganzheitliche Begleitung für die betroffenen Familien in Erlangen und Umgebung
Ehrenamtliche Hospizhelfer, die mit dem Sterben vertraut sind, geben lebenspraktische Hilfen und bieten Zeit für Gespräche.
"Brückenschwestern"
der Kinderklinik beraten Eltern, Pflegende und Helfer vermitteln Sicherheit.
Ärzte und Ärztinnen der Klinik für Kinder und Jugendliche und der Schmerzambulanz unterstützen die niedergelassenen Kinderärzte und die Eltern bei der medizinischen häuslichen Versorgung.
Verwaiste Eltern
kümmern sich um die Menschen, die Abschied nehmen.
In der Kinderklinik erfahren die Betroffenen
  - seelsorgerliche Begleitung, die an die Fragen anknüpft, die im Spannungsfeld zwischen Leben und Tod stehen, und hilft, Vertrauen und Geborgenheitsgefühle zu stärken und
  - Unterstützung durch Psychologen bei der emotionalen und psychischen Auseinandersetzung mit dieser belastenden Situation.
SozialpädagogInnen
beraten bei psychosozialen und sozialrechtlichen Fragen.
TrauerbegleiterInnen
sprechen mit den verwaisten Eltern, Geschwistern und anderen trauernden Angehörigen und stehen ihnen auch nach dem Tod des Kindes bei.
  Bei Bedarf vermitteln wir Kontakte am Heimatort der Familie auch über den Erlanger Raum hinaus.
   
 
  Der bundesweite "Tag der Kinderhospizarbeit" will auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam machen und die Menschen motivieren, sich mit den erkrankten Kindern und Familien zu solidarisieren. Mit einem grünen Band der Hoffnung wollen wir betroffenen Familien zeigen, dass sie nicht alleine sind, dass wir an sie denken und für sie beten.