Die Hospiz-IdeeDie Sorge für Kranke und Alte ist ein Zeichen sozialer Strukturen in einer Gesellschaft und hat ihre Wurzeln vor unserer Zeitrechnung. Im Mittelalter entstanden entlang der Pilgerstraßen "Herbergen", so genannte Hospize, wo müde, kranke und alte Wandernde gepflegt wurden, oft bis zu ihrem Tode. Diesen Gedanken, Menschen im letzten Abschnitt ihrer Lebensreise zu begleiten, greift die moderne Hospizbewegung auf. Vor 30 Jahren entstand in Deutschland eine Bürgerbewegung, die die Hospizidee verwirklichte und sich der Bedürfnisse und Nöte schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen annahm. Hospizarbeit bedeutet das zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Menschen in der Endphase ihres Lebens. Sie respektiert die Selbstverantwortung und Mündigkeit der Betroffenen. Im Sinne der Hospizidee soll menschenwürdiges Sterben in vertrauter Umgebung im Kreise der Familie und Nahestehender ermöglicht werden. Das Sterben wird dabei als ein Teil des Lebens betrachtet, der weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll. Die Hospizbewegung will in besonderem Maße für diejenigen Menschen da sein, deren Krankheit nicht mehr geheilt werden kann und die spüren, dass die Zeit des Abschiednehmens näher kommt. Hospizbetreuung bedeutet das gleichberechtigte Zusammenwirken von Ärzten, Schwestern, Pflegern, Seelsorgern, Sozialpädagogen, Sozialarbeitern und Hospizhelfern zum Wohle der Schwerkranken und der ihnen Nahestehenden. Ziel ist, dass die Kranken möglichst ohne Beschwerden bis zuletzt leben können, umsorgt von Familie, Freunden und Betreuern. Die
Würde des Menschen soll geachtet und er als Person zu jeder Zeit
ernst genommen werden. Diese Haltung erfordert Wahrhaftigkeit im Umgang
miteinander. Zur
Hospizarbeit gehört auch die Begleitung von Angehörigen nach
dem Tode eines nahestehendenen Menschen, d.h. Hilfe in der Zeit der Trauer.
Wesentlicher Bestandteil der Hospizbewegung ist auch der Dienst Ehrenamtlicher.
Sie werden sorgfältig auf ihren Einsatz vorbereitet und in regelmäßigen
Treffen weitergebildet und begleitet. Das letzte (Abend)Mahl Komm noch einmal zu mir, Komm noch einmal zu mir, Komm noch einmal zu mir Nimm das Brot - es ist das Leben. Iss und trink noch einmal mit mir, Komm noch einmal zu mir,
Diese
lebensbejahende Grundhaltung |